Geschichte

Zum 160-Jahr-Jubiläum wagte der OVM im Januar die Wiederaufnahme einer Ballnacht mit Galadiner wie vor zehn Jahren. Der rote Faden der Matinée stand in Form einer überlebensgrossen "Zeit-Uhr" am Bühnenrand und gab zusammen mit den gespielten Stücken einen Einblick in die Konzerttätigkeit des Orchesters in verschiedenen Zeitfenstern der letzten 160 Jahre. Das Sinfoniekonzert steht ganz im Zeichen des eigens für den OVM komponierten Werks "Et in Terra Pax" von Pius Haefliger, welcher auch gleich sein 10jähriges Direktionsjubiläum feiern kann. Zusammen mit dem Kirchenchor Malters eröffnet "…ET IN TERRA PAX" das Konzert, gefolgt von der 3. Symphonie von Robert Schumann.

...mehr lesen: Die ganze über 160jährige Geschichte des OVM:

Es war in den fünziger Jahren des vorletzten Jahrhunderts, genauer gesagt im Jahre 1857, als sich, auf die Initiative des damaligen Gemeindeammans Xaver Thürig, er und sieben weitere Musikbegeisterte zur Gründung eines Orchesters zusammenfanden. Die Besetzung des „Ur-Orchestervereins“ bestand aus drei Violinen, einem Kontrabass und vier Bläsern (Flöte, Klarinette, Althorn und Trompete).

In den darauf folgenden vierzig Jahren konnte das kleine Orchester das eine oder andere neue Mitglied gewinnen. Da sie jedoch die Zeit ausschliesslich mit Musizieren verbrachten und nicht mit Protokollschreiben verschwendeten, sind die Informationen aus dieser Zeit auf mündliche Überlieferungen angewiesen (gemäss der Festschrift des 100-Jahr-Jubiläums 1957). Man erzählt, dass sich das Orchester zu jener Zeit „mit gutem Erfolg produziert und die Sympathie der Bevölkerung von Malters bald gewonnen hat“. Schon früh vereinigten sich die musischen Kräfte des Dorfes und das kleine Orchester spielte die Zwischenaktmusik in den Theateraufführungen der ebenso alteingesessenen Theatergesellschaft Malters.

Die ständige Zunahme der Mitglieder erforderte eine Reorganisation. Aus diesem Grund wurde am 13. November 1898 eine Generalversammlung einberufen und der erste offizielle Vorstand gewählt, bestehend aus dem Präsidenten (Xaver Thürig), dem Direktor (Dr. Roman Burri) und dem Aktuar und Kassier in einer Person (Richard Bühlmann). Eine Woche später legte der Präsident bereits einen Statutenentwurf vor, welcher am 18. Dezember 1898 von der Vereinsversammlung genehmigt wurde.

Bis zum Jahre 1902 war der Orchesterverein auf über zwanzig Mitglieder angewachsen und hatte neu, neben den Einsätzen bei Theateraufführungen, einen alljährlichen Maskenball mit Maskenprämierung eingeführt.

Mittlerweile führte der Vorstand auch sorgfältig Protokoll.

Nun schon reife fünfzig Jahre alt, beging der OVM sein Jubiläum anlässlich eines Konzertes am 13. Januar 1907 im Hotel Bahnhof, zusammen mit dem Gemischten Frauen- und Männerchor von Malters.

Schon bevor der OVM 1923 in den eidgenössischen Orchesterver-band (EOV) aufgenommen wurde, konzertierte er in den umliegenden Gemeinden. Konzertprogramme von Anlässen in Malters, aber auch Hellbühl, Schwarzenberg, Littau, Willisau, Wolhusen und Luzern sind im Archiv zu finden. Die Durchführung der beliebten Maskenbälle wurde Ende der Zwanziger Jahre unterbrochen und 1947 auf die Initiative des damaligen Präsidenten Roman Fuchs wieder aufgenommen. Auch die regelmässigen Einsätze für die Theatergesellschaft blieben lange Zeit im Jahresprogramm enthalten und wurden erst 1966 aufgegeben.

Mit der bereits erwähnten Festschrift und einem Jubiläumskonzert feierte der OVM am 27. Oktober 1957 seinen hundertsten Geburtstag; wiederum im Saal des Hotels Bahnhof.

In den seither vergangenen fast fünfzig Jahren, erweiterte der Orchesterverein die Besetzung auf die Zusammensetzung eines mehr oder weniger konstanten kleinen Symphonieorchesters. Im Laufe der Jahre vergrösserte sich selbstverständlich auch das Repertoire und aus dem einstigen Maskenball wurde der weit herum beliebte und bekannte Nostalgieball.

Mit keinem Wort Erwähnung gefunden hat bis jetzt die Kirchenmusik; dabei war sie von Beginn an ein wichtiger Bestandteil des musikalischen Lebens und ist dies bis heute geblieben. Der geneigte Leser möge sich per Mausklick die kurze Geschichte der Kirchenmusikgesellschaft zu Gemüte führen, da die Ausführungen den Rahmen dieser Seite sprengen würden.

Auf’s Feiern verstehen sich die Malterser heute noch, und warten deshalb nicht jeweils 50 Jahre, sondern nur deren 5, um ein Jubiläumskonzert zu geben!

Inzwischen gehört auch das grosse 150-Jahr-Jubiläum der Vergangenheit an! Die von langer Hand geplanten Anlässe werden sowohl für das Publikum, als auch für die Orchesterleute unvergesslich bleiben: der Nostalgieball, der zur rauschenden Ballnacht mit Gala-Diner wurde, das Matinéekonzert, wo die ganze Familie in die Welt der Musical-Melodien eintauchen konnte und schliesslich der absolute Höhepunkt mit dem international renommierten Pianisten Konstantin Scherbakov anlässlich des Sinfoniekonzertes.

Doch die Zeit bleibt nicht stehen und der OVM stellt sich gerne weiteren musikalischen Herausforderungen: so auch im 155. Jahr anlässlich von gleich zwei Aufführungen im November unter der Mitwirkung des Projektchors Malters.

Zum 160-Jahr-Jubiläum wagte der OVM im Januar die Wiederaufnahme einer Ballnacht mit Galadiner wie vor zehn Jahren. Der rote Faden der Matinée stand in Form einer überlebensgrossen "Zeit-Uhr" am Bühnenrand und gab zusammen mit den gespielten Stücken einen Einblick in die Konzerttätigkeit des Orchesters in verschiedenen Zeitfenstern der letzten 160 Jahre. Das Sinfoniekonzert steht ganz im Zeichen des eigens für den OVM komponierten Werks "Et in Terra Pax" von Pius Haefliger, welcher auch gleich sein 10jähriges Direktionsjubiläum feiern kann. Zusammen mit dem Kirchenchor Malters eröffnet "…ET IN TERRA PAX" das Konzert, gefolgt von der 3. Symphonie von Robert Schumann.

 

 

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